Den letzten Schulblock des 1. Lehrjahres nutzten die angehenden Notfallsanitäter/innen vor allem, um ihre fachpraktischen Fertigkeiten zu trainieren. Zunächst widmeten wir uns der Trauma-Versorgung in Theorie und Praxis. Unter Anleitung von Markus Herwig sprachen wir über häufige Unfallhergänge, aber auch besondere Einsatzlagen. Für das praktische Training wurde im Innenhof der Schule ein regelrechter Fuhrpark aus Autos, Fahrrädern und Rollern aufgebaut. Wir übten den Umgang mit diversen Hilfsmitteln zur Personenrettung, u.a. der Rettungs-Boa und dem KED-System.

In der zweiten Woche begrüßten wir die Hebamme Elaine Below. Frau Below engagierte sich bereits in der Vergangenheit in der Ausbildung von Rettungskräften rund um die Themen Schwangerschaft & außerklinische Geburt. Die Thematik der Geburt im Rettungsdienst gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend an Bedeutung: Mit Wolgast, Crivitz und Bergen auf Rügen schlossen in den vergangenen 10 Jahren drei Entbindungsstationen. In der Folge verlängern sich für die werdenden Eltern die Fahrtzeiten zum nächstgelegenen Kreißsaal und nicht immer kann dieser noch rechtzeitig erreicht werden. Souverän beantwortete Frau Below alle Fragen der Schüler/innen – und das waren einige. „Was mache ich im Rettungswagen, wenn…?“, „Haben Sie es schon mal erlebt, dass…?“. Frau Below räumte mit Mythen auf und verschaffte uns so manchen ‚Aha-Effekt‘.
Zur Demonstration brachte sie am 2. Tag eine echte Plazenta mit und demonstrierte an dieser, wie diese auf Vollständigkeit zu überprüfen ist. Nach der Vortragsreihe ging es in die Praxis: Am Geburtensimulator entband die Klasse in zwei Tagen 12 Kinder.
Fazit: Ein Schüler sagte, Frau Below hätte auch drei Wochen länger bleiben können – das finden wir auch. Wir fühlen uns jetzt alle etwas sicherer für das Einsatzstichwort „einsetzende Geburt“ und freuen uns darauf, Frau Below im 2. Lehrjahr wieder begrüßen zu dürfen.
Unser Dank gilt Herrn Herwig und Frau Below für ihr Engagement, ihren lebensnahen Unterricht sowie ihre motivierende Ausstrahlung bei der Vermittlung neuer Kenntnisse und Fertigkeiten.

Katharina Lack – Klassenleiterin der NFS31