Europa – was bedeutet das für uns? So fern uns andere Länder manchmal scheinen: Wir sind Teil eines Kontinents, dessen Bevölkerung (einschließlich der Länder, die nicht der Europäischen Union angehören) über 740 Millionen Menschen umfasst, also ein knappes Zehntel der Weltbevölkerung. So viele unterschiedliche geografische und klimatische Umstände, so viele verschiedene Kulturen – und damit auch so viele Möglichkeiten, den Horizont zu erweitern und einander zu bereichern!
Das RBB ist Europaschule. Wir legen viel Wert auf europäische Zusammenarbeit und regelmäßigen Austausch, begrüßen gern Gäste aus anderen Ländern und reisen selbst zu interessanten Projekten. Auch unser Schulneubau profitiert erheblich von Mitteln der Europäischen Union. Da ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir jedes Jahr einen Europatag an unserer Schule feiern.
In diesem Jahr wurde der Europatag in der Beimlerstraße federführend von einer Abschlussklasse der Kaufleute für Büromanagement ausgerichtet, der KBM32, gut unterstützt von ihrer Sozialkundelehrerin, Frau Malchow. Die 13 Schülerinnen und Schüler hatten sich verschiedene spannende Stationen für die anderen Klassen ausgedacht: Ein Bingo, ein Europaquiz, dazu noch ein Jeopardy – wir durften alle unsere Kenntnisse testen! Herr Kummerow bereitete mit Schülerinnen und Schülern internationale Leckereien für die Pausen zu, die alle sehr schmackhaft waren und schneller über den Tisch gingen, als nachgeliefert werden konnte. Schulsozialarbeiterin Frau Hadlich lud zu einem Europapuzzle ein, jonglierte mit Zahlen und Fakten und fand mit den Auszubildenden heraus, wie die Bezeichnung für ihren Beruf in anderen Sprachen lautet. Frau Wolf führte mit diversen Klassen ausführliche Gespräche über den spanischen Kulturraum, vom Fußball bis zur Herkunft des Kakaos. Und die Ehrenamtlichen von Sea-Eye, darunter Laura-Ann Schröder, berichteten in sehr bewegender Weise von der Seenotrettung im Mittelmeer, also an den Grenzen Europas. In der Siemensallee erstellten zwei BVJA-Klassen Plakate, auf denen sie ihre Beziehung zu Europa reflektierten: Warum fühlen wir uns hier gut und sicher? Und Rosi Spießwinkel vom Jugendmigrationsdienst drehte mit einigen Jugendlichen einen Film.
So gab es ein vielfältiges Angebot, das viele Klassen wahrnehmen konnten. Die Lehrkräfte zeigten sich ebenfalls engagiert und begleiteten die Auszubildenden gerne zu den verschiedenen Veranstaltungen.
Auch im nächsten Schuljahr werden wir sicher wieder unter Einbeziehung der ganzen Schule einen Europatag gestalten und uns bewusst daran erinnern, wie sehr wir als Menschen auf unserem Kontinent – und letztlich weltweit – miteinander verbunden sind.





