Am 20. Januar 2026 besuchten die Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse des Beruflichen Gymnasiums eine Aufführung des Dramas Die Räuber von Friedrich Schiller im Theater Vorpommern. Die Inszenierung rückte nicht nur die Figur des intriganten Franz Moor in den Mittelpunkt, der als zweitgeborener Sohn ohne Erbanspruch nach Macht strebt und seinen Vater sowie seinen Bruder Karl gegeneinander ausspielt, sondern thematisierte auch aktuelle Aspekte wie Radikalisierung.
Karl Moor, der verstoßene Sohn, wird in der Aufführung zum Anführer einer Räuberbande, die über Online-Streams zunehmend Anhänger gewinnt. Die daraus resultierenden Gewalttaten steigern sich im Verlauf des Stücks und geraten schließlich außer Kontrolle.
Trotz einer Spieldauer von über zwei Stunden zeigte sich das Publikum sehr beeindruckt von der modernen Inszenierung. Besonders das Bühnenbild, das mit dem Gegensatz von Dunkelheit und Helligkeit symbolisch auf das Prinzip von Yin und Yang verweist sowie die überzeugenden schauspielerischen Leistungen hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Ausdrucksstarke Körpersprache, gezielter Stimmeinsatz und große Textsicherheit trugen zur Wirkung des Theaterbesuchs bei.
Absolute Empfehlung!
Anne Gorklo