Die Auszubildenden der Klassen NFS 51 und NFS 52 unternahmen gemeinsam eine spannende Exkursion nach Berlin. Ziel der Fahrt war es, medizinische Zusammenhänge außerhalb des Unterrichts zu erleben und die Entwicklung der Medizin aus historischer und moderner Perspektive kennenzulernen.

Für angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ist ein fundiertes Verständnis des menschlichen Körpers sowie medizinischer Entwicklungen von besonderer Bedeutung. Die Exkursion bot daher eine wertvolle Ergänzung zur theoretischen und praktischen Ausbildung.

Die beiden Klassen wurden zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Während eine Gruppe die Ausstellung „Körperwelten“ besuchte, nahm die andere an einer Führung durch das Medizinhistorische Museum der Charité teil. Am Nachmittag wurden die Gruppen getauscht, sodass alle Auszubildenden beide Einrichtungen kennenlernen konnten.

Die Ausstellung „Körperwelten“ ermöglichte faszinierende Einblicke in die Anatomie des Menschen. Anhand echter Präparate konnten die Schülerinnen und Schüler die komplexen Strukturen des Körpers sowie die Auswirkungen von Lebensstil und Gesundheit auf Organe und Bewegungsapparat anschaulich nachvollziehen.

Im Medizinhistorischen Museum der Charité erhielten die Auszubildenden einen Einblick in die Entwicklung der Medizin und medizinischer Behandlungsmethoden. Besonders beeindruckend waren historische Exponate wie die sogenannte „Eiserne Lunge“, die früher zur Behandlung von Polio-Patientinnen und -Patienten eingesetzt wurde. Auch ein historischer Entbindungsstuhl zog die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, dass bei Geburten früher erwärmte Steine verwendet wurden, damit die Frauen während der Entbindung ihre Füße warmhalten konnten.

Die Exkursion verband fachliches Lernen mit eindrucksvollen Erfahrungen und eröffnete den Auszubildenden neue Blickwinkel auf die Medizin. Sowohl die Auseinandersetzung mit der Geschichte medizinischer Versorgung als auch die unmittelbaren Einblicke in den Aufbau des menschlichen Körpers verdeutlichten die Bedeutung fundierten Fachwissens für den späteren Berufsalltag. Damit erwies sich die Fahrt als wertvolle Ergänzung der Ausbildung und als gelungene Verbindung von Theorie, Praxis und historischer Reflexion.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die diese Exkursion organisiert und begleitet haben.

Text: Katharina Lack und Katharina Wedler

Bilder: Katharina Lack

Körperwelten
Besuch der Ausstellung "Körperwelten"